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Hallertau

Mit ca. 2.400 km² ist die mitten in Bayern gelegene Hallertau, Holledau oder Hollerdau ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt.

 

Haltbarkeit

Bier vertr√§gt weder extreme Temperaturschwankungen noch direktes Sonnenlicht, daher sind Bierflaschen meist gr√ľn oder braun gef√§rbt. Richtig gelagert im Keller oder K√ľhlschrank ist Bier etwa vier Monate haltbar.

 

Hauptgärung

Bei der Bierherstellung unterscheidet man zwei G√§rphasen, die Hauptg√§rung und die Nachg√§rung (Reifung oder Lagerung). Die Hauptg√§rung erfolgt unmittelbar nach dem Brauen. Fr√ľher konnte man die G√§rung in den offenen G√§rbottichen gut beobachten, heute werden meist geschlossene Edelstahltanks eingesetzt. Das nach der Hauptg√§rung entstandene Zwischenprodukt wird als Jungbier bezeichnet. Bei oberg√§rigen Hefen betr√§gt die Hauptg√§rung etwa 2 – 5 Tage, bei unterg√§rigen Hefen etwa 5 – 10 Tage.

 

Hauptguss

Zum Einmaischen des Malzschrotes erforderliche Wassermenge. Der Hauptguss macht etwa die Hälfte der gesamt benötigten Brauwassermenge aus. Die andere Hälfte wird als Nachguss bezeichnet und dient nach dem Abläutern zum Ausschwemmen (Anschwänzen) des in den Trebern noch enthaltenen Extrakts.

 

Hefe

Hefen sind einzellige Pilze. Beim Bierbrauen wandeln sie durch Gärung den Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure um. Bei der Bierherstellung unterscheidet man zwischen untergärigen und obergärigen Hefen: Obergärige Hefe setzt sich nach der Gärung im Gärbottich oben ab, untergärige Hefe unten.

 

Hefereinzucht / Hefepropagation

Zur Herstellung von alkoholischen Getr√§nken wie Wein oder Bier werden oft Reinzuchthefen eingesetzt. Fr√ľher arbeitete man mit den nat√ľrlichen Hefen, die sich auf der Oberfl√§che von Trauben und Fr√ľchten befinden. Allerdings kann die Spontang√§rung mit diesen wilden Hefen hinsichtlich Qualit√§t und Stabilit√§t zu unvorhersehbaren Ergebnissen f√ľhren. Denn es handelt es sich hier immer um ein Gemisch von verschiedenen Hefearten, wobei ungewiss ist, welche Hefeart sich im Ansatz letztlich durchsetzt. Sogar ein Verderb des Produkts ist m√∂glich. Deshalb werden heute Reinzuchthefen verwendet. Dazu wird ein geeigneter Hefestamm ausgew√§hlt und vermehrt, so dass die G√§rung gezielt gesteuert werden kann.

 

Heißtrub

Der Hei√ütrub bildet sich bei der W√ľrzekochung und besteht haupts√§chlich aus denaturierten Eiwei√ü-Gerbstoff-Verbindungen und aus Gewebefasern der Hopfentreber. Er wird mithilfe von Filtern oder im Whirlpool entfernt.

 

Hochkräusen

Intensivste Phase der Hauptgärung. Die Hefe bildet viel Schaum mit braunen Kappen.

 

Hopfen

Der echte Hopfen (humulus lupulus), auch gr√ľnes Gold genannt,¬†geh√∂rt zur Familie der Hanfgew√§chse und verleiht dem Bier seine herbe Note. Hopfen ist eine schnellwachsende, bis zu 5 m hohe Kletterpflanze, die in Hopfeng√§rten an Drahtgestellen hochrankt. Zum Brauen werden nur die Dolden der weiblichen Hopfenpflanzen verwendet. Die Hopfeninhaltsstoffe wirken auch beruhigend, konservierend und schaumstabilisierend. Besonders die Craft Brewer arbeiten gerne mit der Aromenvielfalt der unterschiedlichen Hopfensorten.

 

Hopfenseiher

Der Hopfenseiher dient zur Abtrennung der Hopfenr√ľckst√§nde.

 

Hopfenstopfen

Das Hopfenstopfen (auch Kalthopfung) ist eine Hopfengabe, die erst nach der Hauptg√§rung erfolgt. In der kalten W√ľrze k√∂nnen die √§therischen Aroma√∂le des Hopfens besonders gut extrahiert und in die W√ľrze eingebunden werden, ohne sich – wie w√§hrend der Kochung – zu verfl√ľchtigen. Bitterstoffe werden hingegen bei niedriger Temperatur kaum mehr¬†extrahiert. Fr√ľher wurden Biere oft hopfengestopft, um ihre Haltbarkeit zu erh√∂hen. Heute arbeiten vor allem die Craft Brewer wieder mit diesem Verfahren, um ihren Bieren die verschiedensten Hopfenaromen zu verleihen. Ein typisches hopfengestopftes Bier ist das zur Zeit sehr angesagte India Pale Ale (IPA).