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Gambrinus

Gambrinus gilt weithin als Schutzheiliger oder gar Erfinder des Biers, was allerdings historisch nicht belegbar ist. Es gibt Hinweise darauf, dass Gambrinus im 9. Jhdt. der Leibbrauer Karls des Gro√üen gewesen sei. Andere Hinweise deuten auf den im 13. Jhdt. lebenden fl√§mischen Adligen „Jan Primus“ (deutsch: Johann I.). Weitere Quellen erw√§hnen einen „Jan Primus“, der im 16. Jahrhundert als K√∂nig von Flandern und Brabant herrschte. Welcher dieser drei Herren nun auch der „echte“ Gambrinus gewesen sein mag – das Bier hat keiner von ihnen erfunden.

 

G√§rf√ľhrung

Steuerung der Gärtemperatur zur Optimierung des Gärprozesses.

 

Gärkeller

Die W√ľrze, die blank (also klar) aus dem Whirlpool l√§uft, wird in den G√§rkeller gepumpt, wobei sie auf die f√ľr die Hefezellen geeignete Temperatur gek√ľhlt und ausreichend bel√ľftet wird. Dann wird die Hefe zugesetzt. Im G√§rkeller bauen die Hefezellen in den G√§rtanks den in der W√ľrze enthaltenen Zucker zu Alkohol und Kohlens√§ure ab. Dieser Vorgang, also die alkoholische G√§rung, dauert je nach Biersorte in etwa eine Woche.

 

Gärung (alkoholische)

Biochemischer Prozess, bei dem Kohlenhydrate unter anoxischen Bedingungen (also ohne Sauerstoff) zu Ethanol (‚ÄěTrinkalkohol‚Äú) und Kohlenstoffdioxid abgebaut werden. Der Mensch nutzte die alkoholische G√§rung seit Jahrtausenden, ohne die genauen biochemischen Abl√§ufe zu kennen.

 

Gärverschluss

Ein Gärverschluss schließt bei der Herstellung alkoholisch vergorener Getränke wie Bier oder Wein den Gärbehälter so, dass entstehende Gase (meist Kohlendioxid) entweichen können, ohne dass Luft (speziell Sauerstoff) in den Behälter gelangen kann.

 

Glas

Bier schmeckt aus dem passenden Glas am besten: F√ľr jede Biersorte gibt es eine bestimmte Glasform, die den besonderen Geschmack des Biers hervorheben soll.

 

Glattwasser

Die nach dem letzten Anschw√§nzen aus dem L√§uterbottich ablaufende, bereits stark verd√ľnnte Nachw√ľrze. Das Glattwasser enth√§lt nur noch einen geringen Anteil Extrakt.

 

Goaß

Eine Goa√ü (bayrisch f√ľr Gei√ü) ist ein besonders in Bayern verbreitetes Biermischgetr√§nk. Meist wird sie als Ma√ü (Goa√ünma√ü/Goa√üma√ü) getrunken. Sie besteht je zur H√§lfte aus Cola und dunklem Bier oder Wei√übier sowie zirka 4¬†cl Kirschlik√∂r.

 

Gose

Die Gose stammt aus dem Harz und ist ein s√§uerlich und leicht salzig schmeckendes oberg√§riges Bier. Neben der alkoholischen findet noch eine Milchs√§ureg√§rung statt, die f√ľr den typischen s√§uerlichen Geschmack verantwortlich ist. Au√üerdem wird der Gose Salz und Koriander zugegeben.

 

Grisette

Grisette ist ein alter, fast in Vergessenheit geratener¬†belgischer Bierstil, urspr√ľnglich das Bier der Bergarbeiter. Es ist ein eher leichtes, helles Ale mit zitrusartigen, grasigen Aromen und milder Hopfenbittere.

 

Gr√ľnmalz

Gekeimte Getreidekörner (meist Gerste), die eine Zwischenstufe bei der Malzherstellung darstellen.

 

Gueuze

Weiterentwickelte Form des Lambic. Mit seinem Korkenverschluss und dem an Sekt erinnernden Aroma tr√§gt dieses Bier auch den Spitznamen „Br√ľsseler Champagner“. Dabei ist Gueuze ein Verschnitt von jungem und altem, bereits mehrere Jahre im Holzfass gereiften¬†Lambic. Nach der Abf√ľllung in die Flasche findet eine zweite G√§rung statt, was wiederum zwei bis drei Jahre dauert. Verglichen mit einem normalen Lambic ist ein Gueuze im Geschmack deutlich intensiver.

 

Gushing

Selten auftretendes, pl√∂tzliches und spontanes √úbersch√§umen eines kohlens√§urehaltigen Getr√§nkes aus einer Flasche oder Dose, ohne dass diese zuvor gesch√ľttelt wurde. Gushing kann alle kohlens√§urehaltigen Getr√§nke betreffen. Es handelt sich hierbei um ein chemisch-physikalisches Ph√§nomen, dessen genaue Ursachen trotz langj√§hriger Forschung noch nicht vollst√§ndig gekl√§rt werden konnten.