Das kleine Schwarze

 

Das kleine Schwarze: schwarz, elegant, aufregend, wandlungsfähig, ein „Must-have“.

Mode in der S.IDE-Bar? Nein, keine Angst, ich bin nicht unter die Modebloggerinnen gegangen, ich spreche von Bier!

Eine kleine, schlanke und elegante Flasche (0,33 l) steht vor mir. Ihr undurchdringlich schwarzes Glas lässt nichts von ihrem Inhalt erkennen. Ein angenehm zurückhaltend gestaltetes, ebenfalls schwarzes Etikett verrät: Die Flasche enthält INALE Pale Ale alkoholfrei. Ein alkoholfreies Pale Ale? Wie jetzt? Ist das nicht wie ein Pool ohne Wasser? Ein Catwalk ohne Models (um doch ein wenig in der Modebranche zu bleiben)? Seit Matthias, einer der beiden Brauer von INALE, mir davon erzählt hat, bin ich gespannt auf dieses alkoholfreie Pale Ale, das jetzt endlich vor mir steht. Das Rückenetikett verspricht viel: „Die Aromatik eines Hophead IPAs in einem alkoholfreien Pale Ale“! Continue reading

Bierworträtsel

 

 

Sprachspaß und Lieblingsfachgebiet vereint: im Bierworträtsel!

Nicht immer muss man Bier trinken, um Spaß daran zu haben. Auch Bier rätseln kann Spaß machen.

Erst recht, wenn süffige Gewinne winken …

Mitmachen und gewinnen!

Drei Gewinner dürfen sich über je ein Probier-Sixpack von In-Ale freuen.

In Ale, in Bier. Mittendrin! Sie leben und lieben Bier.
Sie machen Bier, die beiden Brauer von INALE:
Mit Hingabe und Begeisterung gebraute Geschmackserlebnisse – innovativ, vielfältig und spannend!


Foto: AMP Brewing GmbH & Co.KG
       

 

 

 

 

Martin Luther – ein moderner Übersetzer?

 

2017 – das Lutherjahr: Luther hier und Luther da! Luther überall! Aber was hat nun dieser strebsame Studiosus, geistreiche Gelehrte und rebellische Reformator mit Sprache zu tun, oder gar mit Bier? Mit Sprache hat der Augustinermönch Luther tatsächlich sehr viel zu tun: Denn er war nicht nur Theologe, sondern auch ein sprachgewaltiger Übersetzer! Mit seiner Übersetzung der Bibel ins Deutsche, an der er von 1521 bis 1534 arbeitete, und damit auch den Grundstein für die Sprache legte, die wir heute als Hochdeutsch kennen, dürfte er die deutsche Sprache beeinflusst haben wie kaum ein anderer. Denn zur Zeit der Reformation gab es noch keine allgemeine deutsche Sprache, sondern Oberdeutsch (im Süden), Niederdeutsch (im Norden) und Mitteldeutsch (in der Mitte). Diese drei Ausprägungen des Deutschen wiesen so erhebliche Unterschiede auf, dass sie untereinander nur schwer verstanden wurden. So hieß z.B. ein Keramikermeister je nach der geographischen Lage seiner Werkstatt Hafner, Pötter oder Töpfer. In seiner Übersetzung der Bibel verwendete Luther, der ja in Mitteldeutschland beheimatet war, sprachliche Elemente aus allen Varianten des Deutschen, die damals gesprochen wurden, und schuf so erstmals ein Werk, das in ganz Deutschland gelesen und verstanden werden konnte. Die Erfindung der Druckerpresse kam da gerade recht. Der wortgewandte Kirchenmann verfasste darüber hinaus unzählige Schriftstücke und Predigttexte und reihte sich so unter die wichtigsten deutschen Autoren aller Zeiten ein – ein echter Beststeller-Autor! Continue reading

Angesagte Craft Beer Styles

 

Craft Beer ist schwer im Kommen – die deutsche Bierlandschaft wird noch interessanter! Aber so richtig bekannt sind die neuen Craft Beer Styles Vielen noch gar nicht. Obwohl so manches Craft Beer nichts anderes ist als eine alte, in Vergessenheit geratene und jetzt wieder zu neuem Leben erweckte Spielart der Braukunst. Die in Deutschland zur Zeit angesagtesten Craft Beer Styles seien hier kurz vorgestellt. Deutsches Craft Beer wird übrigens nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Die unglaubliche Geschmacks- und Aromavielfalt entsteht durch ausgewählte Malz- und Hopfensorten. Aber nicht vergessen: Die Vielfalt der deutschen Biere ist sowieso weltweit einzigartig! Und viele kleine Traditionsbrauereien brauen von jeher wunderbare Biere! Continue reading

Tooooooooor!

 

 

Fußball-EM 2016: Europa sitzt vor der Glotze oder beim Public Viewing (wenn es gerade mal nicht regnet). So auch ich. Dabei fällt mir einmal mehr auf, dass der Fußball, wie auch andere Sportarten, für Übersetzer und Dolmetscher gewissermaßen ein ganzes Spielfeld voller einladender Fallgruben und Stolpersteine bietet. Wer sich da nicht auskennt, hat sich schnell verdribbelt und riskiert, vom Platz gestellt zu werden. Denn der Jargon wartet mit etlichen Fachwörtern und Metaphern auf, die sich nicht eins zu eins übersetzen lassen. Continue reading

Vino rosso sulla terrazza

 

Kaum ließ sich letzte Woche der Sommer erahnen, mit lauen und somit terrassenfähigen Abenden, tauchte auch schon der Gedanke an die tiefroten, aus dem letzten Urlaub in der Toskana mitgebrachten Schätze auf, die still im Keller warten und sich so vortrefflich für den Genuss auf der Terrasse eignen.

Leicht zu finden war er nicht, mein Lieblingsschatz: Etliche Kilometer über kurvenreiche, kleine Sträßchen und durch verwinkelte Dörfer brachten uns schließlich aber ans Ziel: Zur Azienda Agricola Salustri. Continue reading

Und tschüs!

 

Tschüs – ein Allerweltswort. Durch die Medien hat sich dieses norddeutsche Grußwort vor allem seit den 70er-Jahren in ganz Deutschland verbreitet und gilt heute als modern-lockerer Gruß für (fast) alle Lebenslagen. In ganz Deutschland? Nein! In Bayern gibt es noch immer ein paar Unbeugsame, denen dieses kleine Wort so gar nicht über die Lippen will. So manchen plagen regelrecht Schmerzen, wenn dieses Wörtchen an sein Ohr gelangt, und besonders bei den Varianten „Tschüssi“ oder gar „Tschüssikowski“ biegen sich einigen Bayern schier die Zehennägel aufwärts. Eine Passauer Schule hat sich 2012 sogar zur tschüs-freien Zone erklärt. Wie kommt das? Es drängt sich der Verdacht auf, diese Abneigung liege einfach daran, dass „Tschüs“ eindeutig ein norddeutsches – und damit „preissisches“ – Wort ist. Aber ist es das wirklich? Continue reading

Alle Jahre wieder…

Nikolaus-2 

… stellt sich die Frage: Wer bringt an Weihnachten eigentlich die Geschenke? Das Christkind? Der Weihnachtsmann? Oder gar der Nikolaus? Stimmt, den gibt es ja auch noch! Aber der kommt ja schon vor Weihnachten.

Widmen wir uns also zunächst dem Nikolaus: Der Nikolaus kommt bekanntlich am 6. Dezember, um die (braven) Kinder zu beschenken. Aus dem von Generationen von Kindern gefürchteten goldenen Buch werden die Verfehlungen des Jahres vorgelesen, aber natürlich wird auch nicht an Lob gespart. Oft hat der Nikolaus auch finstere Gesellen aus vorchristlicher Zeit für die unartigen Kinder dabei: In Süddeutschland den Krampus oder Kramperl, in Norddeutschland Knecht Ruprecht. Continue reading